Flow-Drill: Spanlos verbinden

 

In Folge der stetig wachsenden Marktanforderungen werden Materialien mit immer dünneren Wandstärken verwendet. Die Grundwandstärke reicht dann für belastbare Schraubverbindungen nicht mehr aus. Die notwendige Gewindelänge fehlt.

Um dennoch ein größeres tragendes Gewinde in dünnes Blech zu schneiden, nutzt die Käppler & Pausch GmbH die sog. Flow-Drill-Technologie (= Qualitäts-Fließbohren). Dabei bohrt sich ein rotierendes Hartmetallwerkzeug spanlos durch das Bauteil. Das Material wird, im Gegensatz zum normalen Bohren, nicht entfernt, sondern durch Kraft und Reibungshitze verdrängt und plastifiziert. Der so entstandene Wulst erhöht die ursprüngliche Wandstärke um etwa ein Dreifaches und ermöglicht damit eine höhere Anzahl an Gewindegängen. Innerhalb weniger Sekunden entstehen belastbare Durchzüge.

Das Flow-Drill-Verfahren ersetzt nicht nur aufwendige und kostenintensive Konstruktionen mit Niet-, Schweiß- und Pressmuttern, sondern steigert parallel auch die Qualität.

Die Käppler & Pausch GmbH nutzt die Flow-Drill-Technologie insbesondere zur Verbindung von Rohren und Profilen, zum Beispiel für die Automobil- oder Möbelindustrie.

Weitere Informationen: https://www.kaeppler-pausch.de/de/technologien/rohrlaser-und-profilbearbeitung